Fragen und Antworten

Generelle FAQ

  • Wie funktioniert das "Matching" zwischen Organisationen und jungen Menschen?

    Der erste Schritt ist die Kontaktaufnahme im PASS-Tool zwischen Organisation und Teilnehmenden. Beide Seiten können diesen ersten Schritt unternehmen. Als nächstes können die Organisation und Teilnehmende sich kennenlernen, Fragen klären und Einzelheiten zum Projekt besprechen. Nachdem dies erfolgt ist, kommt das eigentliche Matching. Das bedeutet, dass die Organisation ein Angebot an den angehenden Teilnehmenden schickt, was dieser annehmen oder ablehnen kann.

    Nachdem die  Teilnehmenden ein Angebot einer Organisation akzeptiert haben - also gematched sind - erhalten sie Zugang zu weiteren Diensten der ESK-Datenbank, die sich aktuell im Aufbau befinden und nach und nach hinzukommen werden. Hierzu zählen ein Online Training, Newsletter-Funktionen, eine mobile App zum Austausch von Erfahrungen mit anderen jungen Menschen und vieles mehr.
    Eine bereits verfügbare Funktion der Datenbank ist das Teilnahmezertifikat, das Organisationen ihren Freiwilligen zum erfolgreichen Abschluss ihres Freiwilligendienstes ausstellen.

    Das Matching zwischen Organisationen und Freiwilligen ist ab 2018 Fördervoraussetzung.

    Weitere Informationen zum PASS-Tool: https://europa.eu/youth/solidarity/technical-support-public

  • In welchen Ländern kann ein ESK absolviert werden?

    Abhängig vom Förderformat können Projekte in unterschiedlichen Ländern durchgeführt werden:

    Freiwilligenprojekte können: in den EU28-Mitgliedstaaten und Island, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Türkei sowie den benachbarten Partnerländern durchgeführt werden.

    Solidariätsprojekte, Praktika und Arbeitsstellen können nur in den EU28-Mitgliedstaaten durchgeführt werden.

FAQ für Junge Menschen

  • Ich möchte gerne nach Spanien, kann aber kein spanisch. Ist das ein Problem?

    In der Regel sind keine Sprachkenntnisse vorausgesetzt. Denn wenn du an einem Projekt im Ausland mitmachst, erhältst du selbstverständlich auch sprachliche Unterstützung.

    In vielen Sprachen gibt es dafür zusätzlich zu einem Kurs an der VHS oder einem ähnlichen Präsenzkurs, den Online Linguistic Support.

  • Bekomme ich ein Zertifikat für meine Teilnahme?

    Ja, jeder Freiwillige, der den Freiwilligendienst im ESK abgeschlossen hat, bekommt ein Zertifikat.

    Achtung: Um ein Zertifikat zu erhalten, musst du dich vor deinem Freiwilligendienst im ESK-Portal registriert haben und über das PASS-Tool mit einer Organisation "gematched" worden sein.

  • Wer kann sich bewerben?

    Du kannst dich bereits mit 17 Jahren für das Europäische Solidaritätskorps melden – teilnehmen kannst du allerdings erst, wenn du volljährig bist. Die Altersgrenze liegt bei 30 Jahren zu Beginn deines Einsatzes.

    Du musst die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes oder eines der folgenden Länder besitzen oder deinen Hauptwohnsitz in der EU oder einem der folgenden Länder haben: Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien.

    Junge Menschen, die bereits einen Europäischen Freiwilligendienst (EFD) oder eine Erasmus+/oder ESK-Freiwilligenaktivität, die länger als 2 Monate dauerte, absolviert haben, können leider nicht am ESK teilnehmen.

FAQ für Organisationen

  • Meine Organisation ist bereits akkreditierte EFD-Organisation? Müssen wir das Qualitätssiegel neu beantragen?

    Nein. Als akkreditierte EFD-Organisation haben sie automatisch die Berechtigung, im Freiwilligenbereich am Europäischen Solidaritätskorps teilzunehmen.

  • Um das Qualitätssiegel zu erhalten, muss meine Organisation der Charta des Europäischen Solidaritätskorps zustimmen - was steckt dahinter?

    Charta des Europäischen Solidaritätskorps

    Alle Organisationen, die Projekte des Europäischen Solidaritätskorps durchführen möchten, müssen der folgenden Charta beitreten:

    Teilnehmende Organisationen sollen:

    • Aktivitäten im Europäischen Solidaritätskorps deutlich als solche kennzeichnen und sicherstellen, dass diese im Sinne Charta durchgeführt werden.
    • die Vorauswahl und Auswahl der Teilnehmenden an Projekten des Europäischen Solidaritätskorps im Einklang mit den Grundsätzen der Gleichbehandlung, Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung treffen.
    • die Teilnehmenden an Projekten des Europäischen Solidaritätskorps entsprechend ihren Kompetenzen und ihrer Erfahrung einsetzen und ihre persönliche, soziale, bildungsbezogene und berufliche Entwicklung fördern.
    • für eine sichere und würdige Projektumgebung sorgen.
    • die Teilnehmenden durch angemessene Schulungen oder andere Unterstützung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben unterstützen.
    • von den Teilnehmenden keinen finanziellen Beitrag verlangen.
    • die mit den Teilnehmenden vereinbarte Vergütungen fristgerecht auszahlen.
    • die personenbezogenen Daten der Teilnehmenden in Übereinstimmung mit den europäischen und nationalen Datenschutzvorschriften verarbeiten.
    • sicherstellen, dass der Projektbeitrag der Teilnehmenden angemessen gewürdigt wird und Sichtbarkeit erhält.

    Vor dem Projekteinsatz sollen teilnehmende Organisationen:

    • sicherstellen, dass die Teilnehmenden umfassend über das Europäische Solidaritätskorps und die an sie gestellten Aufgaben informiert werden.
    • sicherstellen, dass die Teilnehmenden über die erforderlichen Rechte oder Genehmigungen verfügen, um sich in dem Land ihres Projekteinsatzes über die gesamte Projektdauer aufzuhalten.
    • sicherstellen, dass die Teilnehmenden einen angemessenen Versicherungsschutz haben und mit den Vorkehrungen vertraut sind, die zu ihrer Sicherheit und zu ihrem Wohlergehen getroffen werden.
    • im Falle von Aktivitäten im Rahmen eines Beschäftigungsprojekts sicherstellen, dass die besonderen Bedingungen und Vorteile des Europäischen Solidaritätskorps im Beschäftigungsvertrag zum Ausdruck kommen.

    Während des Projekteinsatzes:

    • den Teilnehmenden Hilfe, Aufsicht und Anleitung (bei Freiwilligentätigkeiten) oder Zugang zu Hilfe und Unterstützung (bei Beschäftigungsprojekten) durch erfahrene Projektmitarbeitende anbieten.
    • den verschiedenen sprachlichen und kulturellen Hintergründen der Teilnehmenden Rechnung tragen und Maßnahmen zur Erleichterung ihrer Integration vor Ort treffen.
    • Kontakte mit anderen Teilnehmenden ähnlicher Projekte des Europäischen Solidaritätskorps erleichtern.

    Nach dem Projekteinsatz:

    • jedem Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung ausstellen.

    Auswahl und Einstellung von Teilnehmenden an Projekten des Europäischen Solidaritätskorps

    • Sobald die Organisation konkrete Stellen zu besetzen hat, sollte sie in der Datenbank des Europäischen Solidaritätskorps nach geeigneten Teilnehmenden für die fragliche Aktivität suchen.
    • Vor ihrer abschließenden Entscheidung kann die Organisation die Kandidaten zu einem Gespräch einladen, um mehr über ihre Motivation und ihr Profil zu erfahren.
  • Wir arbeiten mit benachteiligten Jugendlichen. Welche Möglichkeit bietet das Programm diesen Jugendlichen?

    Die Einbeziehung von jungen Menschen mit geringeren Chancen ist eine Priorität des Europäischen Solidaritätskorps und wird daher besonders unterstüzt. Es werden spezielle Formate, insbesondere Freiwilligenteams, Solidariätsprojekte sowie Praktika und Arbeitsstellen angeboten.

    Außerdem gibt es finanzielle Unterstützung für die Einbeziehung von jungen Menschen mit geringeren Chancen in Form einer Pauschale sowie der Möglichkeit außergewöhnliche Kosten zu beantragen.