Was sind Solidaritätsprojekte?

Im Rahmen eines Solidaritätsprojektes habt ihr die Möglichkeit, als Gruppe eure eigene Projektidee umzusetzen.

Ob Urban-Gardening, Nachbarschaftshilfe oder Recycle-Workshops – dem thematischen Spektrum von Solidaritätsprojekten sind keine Grenzen gesetzt. Die lokale Gemeinschaft soll positiv von dem Projekt profitieren und Europa von den Bürgerinnen und Bürgern erfahrbar und greifbar gemacht werden.

Das Handbuch “Schritt für Schritt zum Projekt...” (7,41 MB, pdf) unterstützt euch bei der Planung eures Projektes. Außerdem bietet JUGEND für Europa mehrmals im Jahr Projektwerkstätten zu Solidaritätsprojekten an. Dort könnt ihr professionelle Hilfe bekommen und euch mit anderen austauschen.

Bedingungen

Für ein Solidaritätsprojekt müsst ihr mindestens fünf junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren sein und eine Idee mit europäischem Bezug haben, die eurer lokalen Gemeinschaft zugutekommt.

Um das Projekt zu beantragen, müsst ihr eure Gruppe einmalig im Registrierungssystem der EU-Kommission anmelden. Auch jedes eurer Teammitglieder registriert sich einzeln im Europäischen Jugendportal, um eine persönliche Teilnehmernummer zu erhalten und als Gruppenmitglied zu eurem Projekt zugeordnet werden zu können. Anschließend könnt ihr zu den offiziellen Fristen euren Projektantrag einreichen.

Alle Mitglieder der Projektgruppe müssen in Deutschland ihren regulären Wohnsitz haben. Die Aktivitäten finden auf lokaler Ebene statt. Werden Herausforderungen in Grenzregionen angegangen, können Projektaktivitäten in begründeten Fällen auch in diesen Regionen außerhalb Deutschlands stattfinden.

Die Projektziele, die Aufgaben und deren Umsetzung plant ihr selbstständig. Eine Organisation kann euch dabei aber unterstützen und begleiten, besonders bei schwierigeren Aufgaben wie Finanzen und Projektmanagement.

Die Dauer des Projektes kann insgesamt zwei bis zwölf Monate betragen.

Fördersätze

Projektmanagement – 500,- Euro Pauschale pro Monat

Ihr könnt die Pauschale von 500,- Euro pro Monat für alle Ausgaben verwenden, die im direkten Zusammenhang mit der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung eures Projekts anfallen.

Coach – bis zu zwölf Tage à 214,- Euro

Bei Bedarf könnt ihr euch von einem Coach bei eurem Projekt unterstützen lassen. Ein Coach kann euch dabei helfen, euer Projekt zu planen und euch Tipps für die Durchführung und Evaluierung geben, je nachdem was ihr braucht. Ihr könnt bis zu zwölf Tage Unterstützung durch einen Coach beantragen.

Außergewöhnliche Kosten – 100%ige Förderung der tatsächlichen Kosten

Es ist ein wichtiges Ziel des Europäischen Solidaritätskorps, Jugendliche mit geringeren Chancen einzubinden. Wenn dies auf eines eurer Gruppenmitglieder zutrifft und euch dadurch zusätzliche Kosten entstehen (z.B. durch eine Begleitperson, Dolmetscher, besondere Materialien etc.), könnt ihr dies in eurem Antrag beschreiben. Die tatsächlich entstandenen Kosten werden dann zu 100% erstattet.

Dasselbe gilt für den Fall, dass in der Zielgruppe eures Projekts Menschen mit geringeren Chancen sind, die ihr gerne einbinden möchtet. Wenn euch dadurch zusätzliche Kosten entstehen, könnt ihr dies im Antrag beschreiben. Die tatsächlich entstandenen Kosten werden zu 100% erstattet, sollten aber nicht höher als 7.000 Euro sein.